Kulturschock Aegypten 5 Edition by Dörte Jödicke, Karin Werner

By Dörte Jödicke, Karin Werner

Kurzbeschreibung

Zur Überwindung eines Kulturschocks bedarf es eines tieferen Verständnisses von Land und Leuten als herkömmliche Reiseführer vermitteln können. Dieses Vertständnis möchten die Bücher der Reihe Kulturschock dem Leser nahebringen. Sie befassen sich schwerpunktmäßig mit den Denk- und Verhaltensweisen der jeweiligen Einwohner, erklären Hintergründe, die zu Lebensweisen führen und bieten eine Orientierung im Dschungel des fremden Alltags. Familienleben, Moralvorstellungen und Anstandsregeln werden genauso erläutert wie Umgangsformen, religiöse Gebote oder Tischsitten.

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Obwohl die Ägypter lediglich Teilerfolge erzielen können, ist Sadat für das Volk nun der strahlende Sieger über Israel. Das ägyptische Selbstvertrauen, das durch etliche Niederlagen gegen Israel in der Vergangenheit arg gebeutelt wurde, ist wiederhergestellt. Eine Nilbrücke in Kairo, die Kobri 6th of October, erinnert an diesen dringend benötigten Triumph. Als Zeichen der politischen Umorientierung und Cleverness kann auch der Separatfrieden mit Israel von 1979 gewertet werden. Bereits 1977 reist Sadat zu Gesprächen nach Jerusalem, dann folgen Jahre zäher Verhandlungen, bis das Abkommen von Camp David 1979 den Frieden zwischen den beiden Staaten besiegelt.

Innenpolitisch soll mehr Demokratie gewagt werden. Dies allerdings in homöopathischen Dosen. Bald nach seinem Amtsantritt verfügt Mubarak eine Generalamnestie der unter Sadat verhafteten politischen Gefangenen. Auch das Mehrparteiensystem soll sich allmählich durchsetzen. Im Mai 1984 finden die ersten halbwegs demokratischen Wahlen unter der Beteiligung mehrerer Parteien statt. Dennoch bleibt der Wahlsieg von Mubaraks National-Demokraten unangefochten. Auch 1987 endet eine vorgezogene Wahl mit einem klaren Erfolg der NDP.

Mitte des 19. Jahrhunderts ließ er Gebiete am westlichen Stadtrand bis hinunter zum Nil trockenlegen und mit Hilfe französischer Architekten neu bebauen. Das Resultat war ein großzügiger, moderner und luxuriöser Bezirk nach Pariser Vorbild namens Ismailyya (s. Kapitel „Geschichte“). In der darauffolgenden Zeit – vor allem während der britischen Okkupation – wurde der „europäisierte“ Ausbau dieses Stadtteiles weiter forciert, und immer mehr Wohn- und Warenhäuser, Verwaltungsgebäude, Banken, Klubs und Botschaften siedelten sich hier an.

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