Klientelismus in der Politik Mexikos: Der Partido by Barbara Schröter

By Barbara Schröter

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Institutionen erschaffen Bedeutungssysteme, die Ideen und Verhalten miteinander verbinden und zwischen dem inner-institutionellen Verhalten und der Umwelt der Institution zu vermitteln (Kaiser 2001:262f; Ortiz Ortiz 2004:96, Peters 1999:106). Der soziologische Ansatz betont die Verhaltenserwartungen. “ (Luhmann 1974:12ff, zitiert nach Lauth 2004:127). Sie sind übergreifende Erwartungsstrukturen, die darüber bestimmen, was angemessenes Handeln und Entscheiden ist (Hasse/Krücken 2005:14)38. Institutionen regeln also nicht nur individuelles Handeln, wie im Rational-Choice-Institutionalismus, sondern auch die damit verbundenen Wertvorstellungen.

Regeln strukturieren die Wahlhandlungen. Dies ist durchaus im Sinne des Historischen Institutionalismus, doch er geht darüber hinaus. Institutionen üben einen größeren Einfluss auf Politikprozesse (politics) und auf die politische Geschichte aus. Sie werden aus historischer Sichtweise betrachtet (Thelen 1999:372)49. Da keiner der Ansätze das politische Verhalten umfassend erklären kann, sollten die verschiedenen Ansätze als komplementär begriffen werden. Ihr gemeinsamer Kern besteht darin, dass sie Institutionen eine handlungsermöglichende und zugleich handlungsbeschränkende Wirkung im politischen Prozess zugestehen.

3) Das gesellschaftliche Umfeld kontrolliert die Akteure auf informelle Weise, z. B. durch ablehnendes Verhalten bei einem Regelbruch. Der Soziologische Institutionalismus vertritt diese Ansicht. Wenn Institutionen legitim, also gesellschaftlich anerkannt, sind, benötigen sie auȕer den ihnen immanenten Sanktionen keine weiteren Sanktionen zur Regeldurchsetzung. Da Institutionen Handlungsmöglichkeiten einer Akteursgruppe zu Gunsten einer anderen Akteursgruppe beschneiden, sind sie nicht neutral, sondern nehmen auf diese Weise Einfluss auf Machtverteilung und die Austragung von Konflikten53.

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