Gesammelte Schriften - Band 6: Fragmente vermischten by Walter Benjamin

By Walter Benjamin

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Vielleicht gehört auch die Untersuchung ihres Objektivitätscharakters hierher. Phantasie ist diejenige Wahrnehmungsintention, welche nicht auf der Erkenntnisintention aufgebaut ist. ) nicht gegeben. [Aber es gibt noch andere Wahrnehmungs intentionen die so bezeichnet werden können: Seherturn, Hellsicht] Gibt es einen logischen Progreß von Fragestellung zu Fragestellung wie es ihn von Fragestellung zu Antwort und von Antwort zu Antwort gibt? Die Ordnung der Fragestellungen widerstrebt dem Aristotelischen Ordnungsprinzip der Begriffspyramide.

Die Aufgabe die der Wissenschaft aufgegeben ist ist die der Lösbarkeit. Wie gestaltet sich beim Begriff der unendlichen Aufgabe die Beziehung der Aufgabe zur Lösung? Die Einheit der Wissenschaft selbst ist weder endlich noch unendlich, als Aufgabe aber ist sie unendlich. Es ist Unsinn zu sagen: daß die Aufgabe der Wissenschaft unendlich ist! Die Unendlichkeit der Aufgabe läßt alle Qualitäten der Wissenschaft als formale (, > nicht materiale erscheinen: Autonomie (formal: keine gegebnen Aufgaben material: Unabhängigkeit von andern Werten) Methode (formal: jeder Fortschritt, jede Lösung der Wissenschaft ist methodisch material: jede Lösung stellt eine neue Aufgabe) Der Wissenschaft entspricht keine unendlich zahlreiche Analysis, sondern sie ist eine unendliche absolute (nicht relative) Synthesis.

Und wie vermöchte er vernichtet zu werden? Innerhalb der Logik wie gesagt ist dies nicht, vielmehr nur in der Metaphysik möglich. Und hier hätte die Lösung allerdings an die »Ich-Form« des Urteils anzuschließen, die, wie oben gezeigt wurde, konstitutiv für dasselbe ist. Sein logischer Schein konstituiert sich in seiner Subjektivität. Hier zeigt sich die Notwendigkeit, Subjektivität nicht lediglich als alogische Instanz in kontradiktorischen Gegensatz zur Objektivität und Allgemeingültigkeit zu setzen, sondern genauer als den konträren Gegensatz der Objektivität der Geltung die »Zer-Geltungstendenz« der Subjektivität entgegen zu setzen.

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