Der inspirierte Leser. Zentrale Aspekte biblischer by Ulrich H. J Kortner

By Ulrich H. J Kortner

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Gottes Schweigen kann unter keinen Umständen das Evangelium dementieren. Vielmehr wohnt es verborgen auch ihm inne. zile von etwas geschwiegen werden kann, weiß die alltllgliche Erfahrung. Es wird dann beredt geschwiegen. Gottes Schwei-. genbleibt in diesem Sinne durchdrungen von Sprache. Auch wo er nicht spricht, im Schweigen, in der Stille, bekundet er sich als derselbe. Denn Gott kann den Namen Gottes nicht unnützlich führen noch unnützlich verschweigen. Er kennt keine liederliche Rede. « 39 Weise vernommen haben, werden wir eines Tages den Glauben wieder neu zur Sprache bringen können.

Anm. 36), S. 44. 42 Vgl. U &o, Leetor in fabula. Die Mitarbeit der Interpretation in erzählenden Texten, München 1987, S. « 43 D. &nJweffir, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnung aus der Haft, hg. v. E. Bethge, Neuausgabe München ~1985, s. 328. 60 Wenn auch Hermeneutik das Verstehen nicht zu erzwingen vermag, so kann sie doch die Bedingungen möglichen Verstehens beschreiben. Die beiden Größen, die im Fall der biblischen Hermeneutik einer genaueren Analyse bedürfen, sind Schrift und Geist.

Ihr Nutzen wird inzwischen längst nicht mehr nur von fundaF. , Werke I, hg. v. Karl Schlechta, Darmstadt '1982, s. 209-285. 62 mentalistischen Kreisen bezweifelt. Die historisch-kritische Forschung wollte den Menschen der aufgeklärten Moderne neue Zugänge zur Bibel eröffnen, indem sie die aufgeklärte Vernunft von der Zumutung befreite, das in der Bibel Berichtete oder Verkündigte und Verheißene buchstäblich für wahr zu halten. Inzwischen wird zunehmend lauter die Frage gestellt, ob nicht gerade die an den Universitäten gelehrte Exegese erheblich dazu beigetragen hat, daß die Bibel bei vielen Zeitgenossen ungelesen im Bücherschrank steht, weil der Nutzen des Bibellesens für das Leben nicht mehr einsichtig ist.

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