Christentum und Islam. Theologische Verwandtschaft und by Hans Zirker

By Hans Zirker

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41 Nostra aetate, Artikel 2. 42 Lumen gentium, Artikel 16. 43 Vgl. Artikel 9. 40 47 dass sie die entsprechenden Werte „anerkennen, wahren und fördern“ mögen. 44 Es ist nicht zu überhören, dass daraus bei aller beachtlichen Aufgeschlossenheit zugleich das Selbstbewusstsein eines überlegenen Urteilsvermögens spricht. Immer wieder ist zu lesen, dass sich das Konzil für einen „Dialog“ mit den anderen Religionen ausgesprochen habe. Dies ist auch insofern richtig, als die Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen ausdrücklich zu „Gespräch und Zusammenarbeit“ auffordert; doch wird hier eine andere Sprache gewählt als etwa dort, wo es dem Konzil um „die Beziehung zwischen Kirche und Welt“ geht; denn nur dabei ist vom „gegenseitigen Dialog“ (mutuus dialogus) die Rede.

Im Folgenden soll er systematisch entfaltet und auf seine theologischen Konsequenzen hin erörtert werden. Dabei geht es – erstens um die jeweilige Einschätzung der vorausgehenden Geschichte, die sich in ihrer Beharrungstendenz immer noch weiter fortsetzen will, sich also in ihrer Vorläufigkeit zu behaupten versucht und deshalb zu Konfrontationen führt; – zweitens um die theoretische Begründung des Endgültigkeitsanspruchs in dem, was im einen und im anderen Fall als geschichtlich vermittelte und dennoch absolute Realität angenommen wird; und – drittens um die jeweilige institutionelle Sicherung der Endgültigkeit in einer sozial greifbaren Norm.

Artikel 9. 40 47 dass sie die entsprechenden Werte „anerkennen, wahren und fördern“ mögen. 44 Es ist nicht zu überhören, dass daraus bei aller beachtlichen Aufgeschlossenheit zugleich das Selbstbewusstsein eines überlegenen Urteilsvermögens spricht. Immer wieder ist zu lesen, dass sich das Konzil für einen „Dialog“ mit den anderen Religionen ausgesprochen habe. Dies ist auch insofern richtig, als die Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen ausdrücklich zu „Gespräch und Zusammenarbeit“ auffordert; doch wird hier eine andere Sprache gewählt als etwa dort, wo es dem Konzil um „die Beziehung zwischen Kirche und Welt“ geht; denn nur dabei ist vom „gegenseitigen Dialog“ (mutuus dialogus) die Rede.

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