Anonymität und Autorschaft: Zur Literatur- und by Stephan Pabst

By Stephan Pabst

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84. , Oeuvres complètes I: Les Confessions, Autres Textes autobiographiques. Édition publiée sous la direction de Bernard Gagnebin et Marcel Raymond, Paris 1959, S. 598. Zu diesem Autoritätseffekt des anonymen Textes vgl. Mark Napierala, Archive der Kritik. Die Allgemeine Literatur-Zeitung und das Athenaeum, Heidelberg 2007, S. 97–113. Johann Christoph Greiling, »Über BücherCensur«, in: Philosophisches Journal einer Gesellschaft Teutscher Gelehrten, Zehnter Band, Erstes Heft , Jena/Leipzig 1798, S.

80 Durch die Entstehung des Urheberrechts aber stellt sich Anonymität eher als rechtlich-ökonomisches Problem. Für literarische Werke galten Schutzfristen, die den Autor oder nach dessen Tod seine Rechtsnachfolger als Eigentümer schützten. Galt diese Schutzfrist aber auch für einen anonymen Autor? Und wenn ja, konnte der Autor seine Rechte reklamieren, ohne dass er sich dabei öffentlich als Autor zu erkennen gab? Wo sich diese Fragen nicht von selbst beantworteten, weil sich die Mehrzahl der Autoren auf Grund der sozialen Aufwertung, die der Status des Autors inzwischen erfahren hatte, oder der steigenden Bedeutung des Namens als Werbemittel81 selbst nannten, wurde diese Frage durch die Schaffung einer Urheberrolle beantwortet, deren Geschichte Martin Otto in diesem Band ausführlich darstellt.

Da sie gut stoisch ist, erübrigen sich freilich die Bedenken. Aussagen wie diese machten den frummen heiden Seneca zum christlichen Stichwortgeber. Im 4. 7 Als Grundlage dieser Beschäftigung war das Gesamtwerk im Prinzip verfügbar. Zweifelnden Interessenten half der Paulus-Briefwechsel, dessen Echtheit erst vom Seneca-Herausgeber Erasmus von Rotterdam bestritten wurde, halfen aber vor allem die zahlreichen Sentenzen-Kompilationen wie die ›Proverbia Senecae‹, ›De verborum copia‹, die ›Monita‹, ›De paupertate‹ oder ›De mundi gubernatione‹,8 aus denen wiederum Streugut in Florilegien, Catenen und Dicta-Kataloge abgezweigt wurde.

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